Pensionierte LehrerInnen bei “first steps”

12. November 2014 | Deutschkurse

Der Deutschunterricht für Asylsuchende ist eine wichtige Voraussetzung für das Leben dieser Menschen in Deutschland. Vor allem im ländlichen Raum, aber auch in den bayerischen Städten bleibt das staatliche Kursangebot dabei weit hinter der Nachfrage zurück.

Im Rahmen von geförderten EU-Projekten (aktuell im Projekt “first steps”) bietet Tür an Tür kostenlose Deutschkurse für Asylsuchende an. Unter den DozentInnen sind dabei immer auch pensionierte LehrerInnen. Sie setzen ihre jahrzehntelang gesammelten Unterrichtserfahrungen ein, um den AsylbewerberInnen beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen.

Nur durch das Engagement der ehrenamtlichen DozentInnen ist es möglich, dass “first steps” jährlich drei Trimester mit einer Dauer zwischen neun und elf Wochen anbieten kann, die pro Woche acht Unterrichtseinheiten umfassen und in fünf Niveaustufen unterteilt sind.

Im aktuellen Trimester (20.10.14-19.12.14) laufen im Rahmen des Projektes “first steps” acht Kurse mit:

  • 107 Asylsuchenden
  • 20 ehrenamtlichen DozentInnen, davon:
    • 4 pensionierte LehrerInnen (2 x Hauptschule, 1 x Realschule, 1 x Gymnasium; 3 davon sind bereits seit mehreren Jahren dabei, 1 ist neu)
    • 1 aktive Lehrerin (Berufsschule)
    • 1 aktive Universitätsdozentin

Ebenfalls nicht mehr wegzudenken ist das Engagement der Freiwilligen im Fall der Sprachpatenschaften – also der individuellen Begleitung von Asylsuchenden im Spracherwerb. In diesem Bereich engagiert sich seit mehreren Jahren ein pensionierter Gymnasiallehrer. Zwei pensionierte Lehrerinnen möchten jetzt ebenfalls einsteigen.

Auch der “Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband” (BLLV) hat nun das Potenzial ehemaliger Lehrkräfte für den Deutschunterricht für Asylsuchende erkannt. Pensionierte LehrerInnen sollen in Zukunft bayernweit Deutschkurse für erwachsene Asylsuchende geben.

“first steps” begrüßt diesen Schritt. Wir haben in unserem Projekt sehr gute Erfahrungen mit ehemaligen und aktiven LehrerInnen gemacht. Ohne ihre Unterstützung wäre es für “first steps” nicht möglich, so viele AsylbewerberInnen beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen.